Flüchtige Stoffe in Silikonprodukten
Im Jahr 2026 untersuchte das AVSV verschiedene Silikonprodukte mit Lebensmittelkontakt. Fünf der 17 im Kanton St.Gallen erhobenen Proben gaben zu viele flüchtige Stoffe ab.
In St.Galler Geschäften und Onlineshops wurden verschiedene Silikonprodukte mit Lebensmittelkontakt erhoben. Zusätzlich erhielt das AVSV Proben aus anderen Ostschweizer Kantonen. Untersucht wurden unter anderem Einsätze für Heissluftfritteusen, Silikon-Arbeitsunterlagen, Pralinen- und Kuchenformen sowie Gummischaber.
der St.Galler Proben enthielten zu viele flüchtige Stoffe
Bereits in den vergangenen Jahren führten Silikonprodukte zu Beanstandungen (siehe Jahresbericht 2025 neues Fenster). Silikonprodukte mit Lebensmittelkontakt dürfen beim Erhitzen nicht mehr als 0.5 Prozent flüchtige Stoffe abgeben. Auch im Jahr 2026 wurde dieser Wert bei gut 30 Prozent der im Kanton St.Gallen erhobenen Produkte überschritten.
Zusätzlich wurden die Selbstkontrollunterlagen der Betriebe geprüft. Dazu gehören beispielsweise Konformitätserklärungen (Declaration of Compliance, DoC), Food Safety Statements und Laborberichte. Mit diesen Unterlagen müssen die Betriebe belegen können, dass die von ihnen in Verkehr gebrachten Lebensmittelkontaktmaterialien den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. In vier Fällen waren die Unterlagen mangelhaft oder konnten nicht vorgelegt werden. Die betroffenen Betriebe mussten entsprechende Korrekturmassnahmen treffen.
Die Ergebnisse zeigen, dass bei Silikonprodukten weiterhin Kontrollbedarf besteht. Das AVSV wird Lebensmittelkontaktmaterialien und insbesondere Produkte aus Silikon deshalb auch in den kommenden Jahren gezielt kontrollieren.
