Biologie: Sicherheit durch Mikrobiologie und Molekularbiologie
Die Abteilung Biologie sichert durch mikrobiologische und molekularbiologische Analysen die Qualität von Lebensmitteln und Wasser. Mit über 9’000 Proben jährlich leisten wir einen wesentlichen Beitrag zum Gesundheitsschutz und zum Täuschungsschutz.
Mikrobiologie
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 3’081 Lebensmittel- und 5’833 Wasserproben analysiert. Die Beanstandungsquote bei Lebensmitteln lag bei 14.6 %. Insgesamt wurden 528 Betriebe beprobt, wovon 211 Betriebe aufgrund hygienischer oder betrieblicher Mängel beanstandet wurden. Neben Routinekontrollen lag der Fokus auf verzehrfertigen Produkten und der Betriebshygiene.
Im Berichtsjahr wurden verschiedene mikrobiologische Schwerpunktkampagnen durchgeführt. Die Themen reichten von verzehrfertigen Lebensmitteln über Produkte aus dem Detailhandel bis hin zu Umgebungsuntersuchungen in Lebensmittelbetrieben. Bei Trockenfrüchten und Nüssen neues Fenster zeigte sich eine gute mikrobiologische Qualität; sämtliche 31 Proben waren einwandfrei. Bei VTEC in Fertigsalaten neues Fenster wurde in einer von 18 Proben vorverpackter Salate toxinbildende E. coli nachgewiesen. Das Monitoring und die Kontrolle von Kreuzkontaminationen neues Fenster durch Campylobacter verdeutlichten in einem Poulet-verarbeitenden Betrieb, dass Keime von Rohwaren über Spülbecken und Arbeitsflächen auf genussfertige Salate übertragen werden können. Beim Umgebungsmonitoring auf Listerien wurden in drei von 58 Umgebungsproben aus der Lebensmittelindustrie Listeria monocytogenes nachgewiesen.
Molekularbiologie
Im Berichtsjahr wurden 936 Proben mit molekularbiologischen Methoden analysiert. Den grössten Anteil machten Untersuchungen auf pathogene Bakterien aus – also potenziell krankmachende Keime, die in genussfertigen Produkten nicht vorkommen dürfen. Die Methoden dienen jedoch nicht nur dem Erregernachweis; da grundsätzlich alles, was DNA oder RNA enthält, identifiziert werden kann, lassen sich auch Tierarten bestimmen oder Viren detektieren.
Beim Täuschungsschutz bei tierischen Lebensmitteln lag der Schwerpunkt auf der Überprüfung der deklarierten Tierarten bei insgesamt 52 Proben. Bei Fischprodukten neues Fenster wurde in zwei von 20 untersuchten Proben eine andere Fischart nachgewiesen als deklariert, was zu Beanstandungen wegen täuschender Angaben führte. Bei Büffelmozzarella neues Fenster entsprachen alle elf untersuchten Proben den gesetzlichen Vorgaben; Kuhmilch war entweder nicht nachweisbar oder korrekt deklariert. Auch bei Hackfleisch stimmte die deklarierte Tierart bei allen 21 Proben mit der tatsächlich verarbeiteten Tierart überein.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Nachweis von Bakterien und Viren. Solche Analysen sind insbesondere bei epidemiologischen Abklärungen von Gruppenerkrankungen von Bedeutung. Bei Meeresfrüchten neues Fenster wurden Austern und Jakobsnussfleisch auf Noroviren und Hepatitis-A-Viren untersucht; alle Proben waren virusfrei. Im Rahmen der Fallaufklärung wurden insgesamt 42 Proben auf Noroviren untersucht. In einem Fall trug der Virusnachweis massgeblich zur Aufklärung eines Erkrankungsfalls bei.
