Grundwasserprojekt 2025
Die Qualität des St.Galler Grundwassers bleibt gut. Das bestätigten die Messungen beim Grundwasserprojekt.
Ein Indiz für die gute Wasserqualität ist, dass bei keiner Probe mehr das bekannte Chlorothalonil-Abbauprodukt R471811 über dem Höchstwert von 0.1 μg/l gemessen wurde. Nur in einer Probe lag die Konzentration in der Nähe des Höchstwertes. Grundsätzlich ist die Belastung mit Pflanzenschutzmitteln im Kanton St.Gallen weiterhin klein, auch wenn an rund 15 Stellen noch Spuren des seit längerer Zeit verbotenen Pflanzenschutzmittels Atrazin und seiner Abbauprodukte gefunden wurden.
Bei den nicht geregelten Abwasserspurenstoffen kam es an einer Stelle zu einem auffälligen Befund mit dem Korrosionsschutzmittel Benzotriazol. Relativ höhere Werte wurden sonst an Stellen gemessen, die bereits bekannt dafür waren, dass sie gering durch Abwasser beeinflusst sind. Erstmals wurden Messungen für den Süssstoff Sucralose durchgeführt. Er trat an einer Stelle in der für Spurenstoffe hohen Konzentration von 0.58 μg/l auf.
Auch bei der Stoffgruppe der PFAS bestätigten die Messungen die Ergebnisse der Vorjahre. An zwei Stellen gab es höhere Werte primär für PFOS. Diese lagen aber unter den geltenden und angekündigten Höchstwerten für Trinkwasser.
Gerade mal an einer Stelle wurde für Nitrat der Anforderungswert des Gewässerschutzes (25 mg/l) überschritten. Die Werte lagen aber unter dem Höchstwert für Trinkwasser (40 mg/l). Insgesamt lag der Nitratwert bei 60 Proben über 10 mg/l.
Für das Grundwasserprojekt 2025 wurden an rund 60 Orten rund 170 Proben erhoben und untersucht.
