Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung der Wiederkäuer und Kameliden, die durch Gnitzen (kleine Mücken) übertragen wird. Eine Übertragung von Tier zu Tier findet nicht statt. Für den Menschen besteht keine Infektionsgefahr.

Bei Rindern verläuft die Krankheit meist mild, kann aber in Einzelfällen starke Symptome und einen Rückgang der Milchleistung sowie Fruchtbarkeitsprobleme und missgebildete sowie lebensschwache Kälber verursachen. Bei Schafen kann die Krankheit von mild bis stark ausgeprägt und auch tödlich verlaufen.

Die beiden Virusvarianten BTV-3 und BTV-8 haben sich seit dem Sommer 2024 in der Schweiz und teilweise auch im Kanton St.Gallen ausgebreitet. Tierhaltende haben die Möglichkeit, ihre Tiere durch eine freiwillige und staatlich geförderte Impfung gegen mehrere Virusvarianten vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen und damit wirtschaftliche Schäden zu reduzieren respektive zu minimieren. Zusätzlich können freiwillige Massnahmen dazu beitragen, die Gnitzenpopulation zu verringern und damit die Ausbreitung des Virus reduzieren.

Im Gegensatz zum Vorgehen im Jahr 2024 ergreifen Bund und Kantone beim Auftreten der bereits bei uns vorkommenden Virusvarianten BTV-3 und BTV-8 keine seuchenpolizeilichen Massnahmen mehr.

Entwicklung der kumulierten Fallzahlen Blauzungenkrankheit in der Schweiz

Diagramm unter Blauzungenkrankheit (Bluetongue BT) neues Fenster

Über die Zeit aufsummierte Fallzahlen der von der Blauzungenkrankheit betroffenen Tierhaltungen (nicht die Anzahl der Tiere) seit dem 28.08.2024.

Blauzungenkrankheit Serotyp 3

 

Datei unter Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV neues Fenster

Anzahl der Tierhaltungen pro Kanton (nicht die Anzahl der Tiere), die von der Blauzungenkrankheit des Serotyps 3 betroffen sind seit 28.08.2024