BVD

Betreffend der Rinderseuche BVD kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeschaut werden: Es gab im Kanton St.Gallen keinen BVD-Seuchenfall. Schweizweit wurde die letzte Meile in der BVD-Bekämpfung ausgerufen und die BVD-Ampel eingeführt. Es benötigt nochmals die Anstrengung von allen, um das Ziel der Ausrottung zu erreichen. Wie bereits im Vorjahr wurden im Jahr 2025 sämtliche St.Galler Rindviehbetriebe auf BVD untersucht. Die Zahl der BVD-Seuchenfälle in der Schweiz ist im Jahr 2025 weiter zurückgegangen.

BVD-Fälle (Folge und Neuinfektionen)

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  2025 2024 2023 2022 2021
Schweiz 2 8 34 89 82
Kanton St.Gallen 0 2 6 14 4

Die BVD wird auf den meisten Betrieben via Blut- oder Milchproben überwacht. Es gibt wenige Spezialbetriebe, die über Ohrstanzen überwacht werden. Dies sind Betriebe mit höherem Risiko für eine Re-Infektion (Bsp. Viehhändler) oder Betriebe, die über andere Proben nicht überwacht werden können. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 3’553 (Vorjahr: 3'596) Tankmilchproben auf BVD untersucht. 98 Prozent der rund 1'800 milchliefernden Betriebe weisen niedrige, d. h. unverdächtige Antikörperwerte (Klasse 0 und 1) auf – ein sehr ähnlicher Wert verglichen mit dem Vorjahr. Niedrige Antikörperwerte in der Tankmilch bedeuten, dass in diesen Beständen ein Großteil der Rinder nie Kontakt zu infizierten Tieren hatte, was für das Ausrottungsprogramm spricht (siehe Grafik «Verlauf der Tankmilch-Untersuchungen auf BVD-Antikörper»).

Verlauf der Tankmilch-Untersuchungen auf BVD-Antikörper TM-Runde 2025

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TM-Runde 2025 H 2025 F 2024 H 2024 F 2023 H 2023 F 2022 H 2022 F
BVD-Klasse Anzahl Betriebe  Anzahl Betriebe  Anzahl Betriebe  Anzahl Betriebe Anzahl Betriebe Anzahl Betriebe Anzahl Betriebe Anzahl Betriebe
0 1693 1669 1645 1672 1613 1644 1646 1607
1 51 82 105 102 158 168 161 198
2 7 25 22 23 28 17 32 39
3 5 10 12 15 19 15 20 36
Summe 1756 1786 1784 1812 1818 1844 1859 1880

Weiter wurden von den nicht-milchliefernden Betrieben (1003 Betriebe) insgesamt 5'483 Blutproben analysiert (Vorjahr: 5'469). Die Hälfte dieser Proben wurde in Schlachtbetrieben entnommen, wovon rund 93 % auf die Rinder-Großschlachthöfe der Schweiz entfallen. Die übrigen Blutproben wurden direkt in den Tierhaltungen erhoben.