Zentrale Dienste: IT

2025 war aus IT-Sicht geprägt von Veränderungen in der digitalen Zusammenarbeit, der Weiterentwicklung der Fachapplikation, der Stabilisierung des Betriebs sowie der Sicherheit des Labornetzwerks. Gleichzeitig wurden Grundlagen für künftige digitale Dienstleistungen gelegt.

1 Digitale Zusammenarbeit und Kommunikationsstruktur

Mit der Einführung von Microsoft Teams wurde zu Jahresbeginn die Nutzung der klassischen Netzwerklaufwerke für die persönliche Datenablage innerhalb der kantonalen IT-Umgebung eingeschränkt. Parallel dazu wurde eine neue interne Kommunikationsrichtlinie verabschiedet, die die Zusammenarbeit stärker auf Teams ausrichtet.

In diesem Zusammenhang wurden bestehende SharePoint-Strukturen schrittweise zurückgebaut und Inhalte in zukunftsfähige Ablageformen überführt.

2 Weiterentwicklung der Fachapplikation Limsophy

Bei der Fachapplikation lag ein Schwerpunkt auf der Optimierung der Kommunikationsprozesse. Der Mailversand wurde neu direkt über Limsophy umgesetzt und vom lokal installierten Outlook-Client entkoppelt.

Diese Anpassung erfolgte im Hinblick auf die angekündigte Migration zu Outlook Online, welche die direkte Anbindung von Fachapplikationen erschwert hätte. Auch wenn diese kantonsweite Umstellung inzwischen auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, ist das AVSV mit der gewählten Lösung technisch bereits darauf vorbereitet. Zudem wurde das Offlinemodul der Fachapplikation weiter verbessert. Neben funktionalen Optimierungen wurden Sicherungsmechanismen eingeführt, die bei Synchronisationsproblemen automatische Backups der lokal erfassten Daten ermöglichen.

3 Stabilisierung des operativen Betriebs

Ein Windows-Update innerhalb der kantonalen IT-Umgebung führte im Frühjahr insbesondere im Aussendienst zu Instabilitäten bei mobilen Druckern. Trotz intensiver Abklärungen mussten Ersatzgeräte beschafft werden. Erst mehrere Monate später wurde die Ursache durch ein weiteres Update seitens Microsoft behoben.

Auch in anderen Bereichen der mobilen Infrastruktur zeigte sich, dass technische Anpassungen notwendig waren, um den operativen Betrieb aufrechtzuerhalten.

4 Ausbau der IT-Sicherheit und Laborinfrastruktur

Das eigenbetriebene Labornetzwerk wurde im Berichtsjahr weiter sicherheitstechnisch gehärtet. Als autonome Infrastruktur unterliegt es nicht der direkten kantonalen Systemadministration und erfordert daher eigene Schutzmassnahmen.

Zentrale Elemente waren die Einführung einer modernen Firewall mit Signaturerkennung zur Abwehr von Angriffen sowie die Implementierung der Remotelösung Splashtop zur sicheren Bedienung von Laborrechnern. Diese Massnahmen stärken sowohl die Betriebssicherheit als auch die gezielte Abschottung sensibler Laborprozesse gegenüber externen Einflüssen.

5 Digitalisierung administrativer Prozesse

Papierbasierte Abläufe – etwa im Bereich der Tierseuchenkassen- oder Hundesteuerabrechnungen – wurden auf elektronische Versand- und Rückmeldeprozesse mittels E-Mail und Formularlösungen umgestellt. Diese Neuerung hat sich hinsichtlich Effizienz und Nachvollziehbarkeit bewährt.

Die zunehmende Digitalisierung machte sich auch in der Geschäftslast bemerkbar. Die Anzahl der erfassten Verwaltungsmassnahmen überschritt im Berichtsjahr erstmals die Marke von 10'000 Fällen. In der Folge musste der bestehende Nummernkreis technisch erweitert werden, um der steigenden Anzahl digital abgewickelter Verfahren Rechnung zu tragen.

Ein weiterer Schritt zur Konsolidierung erfolgte bei der Zeiterfassung der Mitarbeitenden in den SBAG-Schlachthöfen. Diese wurde in die kantonale Standardlösung überführt und ersetzte das bisher eingesetzte Drittsystem.

6 Vorbereitung zukünftiger digitaler Dienstleistungen

Im Hinblick auf zukünftige Dienstleistungen wurde ein IT-Standardvorhaben zur Umsetzung eines webbasierten Wasserplaners eingereicht. Ziel ist es, die Anmeldung und Verwaltung von Wasserproben künftig auch für externe Kunden digital abzubilden.

7 Fazit

Insgesamt war das Jahr 2025 durch zahlreiche parallel laufende Anpassungen in zwei unterschiedlich betriebenen IT-Umgebungen geprägt. Während die kantonale Infrastruktur die Grundlage der allgemeinen Zusammenarbeit bildet, ermöglicht das eigenbetriebene Labornetzwerk die spezifischen Anforderungen des Laborbetriebs. Die im Berichtsjahr umgesetzten Massnahmen dienten sowohl der Stabilität des operativen Betriebs als auch der langfristigen digitalen Weiterentwicklung des Amtes.