Basiszahlen Bau- und Wohnungswesen
Zwischen 2010 und 2024 ist im Kanton St.Gallen der Bestand an Gebäuden mit Wohnnutzung um 7,3 Prozent gestiegen, der Bestand an Wohnungen sogar um 18,4 Prozent. Mitte 2025 standen 1,4 Prozent aller Wohnungen leer und wurden zur Miete oder zum Kauf angeboten. Von den knapp 3 Mrd. Franken, die 2024 im Baubereich investiert wurden, floss mehr als jeder zweite Franken in den Wohnungsbau.
Gebäudestruktur
Im Jahr 2024 gab es im Kanton St.Gallen rund 115‘800 Gebäude mit Wohnnutzung (T1), von denen deutlich mehr als die Hälfte Einfamilienhäuser waren. Die Mehrheit der Wohnungen befand sich jedoch in Mehrfamilienhäusern und hatte dort in zwei von drei Fällen eine Grösse von 3 bis 4 Zimmern. Knapp 82 Prozent der Gebäude mit Wohnnutzung im Kanton wurden vor 2001 gebaut. Der Gebäudebestand ist seit dem Jahr 2010 insgesamt um 7,3 Prozent, der Wohnungsbestand um 18,4 Prozent gestiegen.
Leerwohnungsziffer
Mitte 2025 standen knapp 3'800 oder 1,4 Prozent der Wohnungen im Kanton St.Gallen leer und wurden zur Miete oder zum Kauf angeboten (T2). Der weit überwiegende Teil davon waren 3- bis 4-Zimmerwohnungen. Die regionalen Unterschiede im Wohnungsleerstand sind moderat. Am höchsten fällt die Leerwohnungsziffer mit 2,2 Prozent im Wahlkreis Rorschach aus, am tiefsten liegt sie mit 0,6 Prozent im Sarganserland. Ein gutes Drittel der angebotenen Leerwohnungen befindet sich im Wahlkreis St.Gallen.
Bauinvestitionen
Die Bauinvestitionen betrugen im Jahr 2024 knapp 3 Mrd. Franken (T3). Mehr als die Hälfte davon gelangte in den Wohnungsbau. Die Bauinvestitionen sanken 2024 gegenüber dem Vorjahr um fast 6 Prozent. Dieser Rückgang ist sowohl auf den Hoch- als auch den Tiefbau zurückzuführen. Im Tiefbau gingen die Bauinvestitionen prozentual betrachtet besonders stark zurück.
