Basiszahlen Bevölkerung

Der Kanton St.Gallen ist mit seinen gut 540'000 Einwohnerinnen und Einwohnern bevölkerungsmässig der fünftgrösste Kanton der Schweiz nach den Kantonen Zürich, Bern, Waadt und Aargau.

Ständige Wohnbevölkerung

Die ständige Wohnbevölkerung im Kanton St.Gallen ist seit 2006 kontinuierlich gewachsen (T1). Der stärkste Bevölkerungszuwachs der letzten Jahre von 1,7 Prozent fand im Jahr 2023 statt. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass Personen mit Schutzstatus S aus der Ukraine nach einem Jahr Aufenthalt in der Schweiz zur ständigen Wohnbevölkerung dazugezählt werden. Mit 0,7 Prozent ist die Bevölkerung im Jahr 2025 wieder ähnlich stark wie in den Vorjahren gewachsen. Der Bevölkerungszuwachs im Kanton St.Gallen liegt ungefähr auf dem Niveau der Gesamtschweiz. Weil der Kanton in den vergangenen Jahren ähnlich stark gewachsen ist wie die Gesamtschweiz, lag der Anteil an der Schweizer Gesamtbevölkerung konstant bei 6 Prozent. Der Anstieg bei der ausländischen ständigen Wohnbevölkerung fällt seit mehreren Jahren grösser aus als bei der schweizerischen ständigen Wohnbevölkerung. Als Folge hat sich der Ausländeranteil seit 2006 kontinuierlich erhöht und liegt im Jahr 2025 bei 27,2 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung.

Bevölkerungsbewegungen

Eine Veränderung in der Bevölkerungszahl ist das Ergebnis des Zusammenspiels von Geburten, Todesfällen sowie Zu- und Abwanderungen (T2). Das aktuelle Bevölkerungswachstum im Kanton St.Gallen ergibt sich einerseits aufgrund des Geburtenüberschusses (Geburten minus Todesfälle) von 506 Personen. Dieser ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen und vor allem auf die sinkende Zahl der Geburten zurückzuführen. Andererseits trägt der positive Wanderungssaldo mit 2’283 Personen ebenfalls zum Bevölkerungswachstum bei. Der positive Wanderungssaldo resultiert daraus, dass die Zahl der Zugewanderten grösser ist als die Zahl der Weggezogenen. Weiter wirken sich auch Einbürgerungen auf die Zusammensetzung der Bevölkerung aus: Sie erhöhen die Zahl der Schweizer Staatsangehörigen. Die Zahl der Einbürgerungen ist im letzten Jahr stark angestiegen.

Ständige ausländische Wohnbevölkerung

Die grösste ausländische Bevölkerungsgruppe besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit (T3). Sie macht gut 18,4 Prozent der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung aus, gefolgt von Personen mit der italienischen Staatsangehörigkeit (10,7 Prozent). Werden nur die Staatsangehörigkeiten mit mehr als 4'000 Personen der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung betrachtet, so finden sich die grössten prozentualen Zunahmen seit 2015 bei der ständigen Wohnbevölkerung aus der Ukraine, Österreich und Italien. Zurückgegangen ist dagegen die Zahl der Staatsangehörigen aus Serbien.

Altersstruktur der ständigen Wohnbevölkerung

Die Fünfjahres-Altersklassen der Kinder und Jugendlichen bis 19 Jahre sind deutlich geringer besetzt als die nachfolgenden Altersklassen (T4). Zahlenmässig am stärksten vertreten sind die 35-39-Jährigen. Die Zahl der älteren Menschen wird in Zukunft weiter wachsen, was an den stark besetzten Altersklassen zwischen 50 und 64 Jahren abzulesen ist. Bis zum 59. Altersjahr sind Frauen untervertreten. Aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung ändert sich dies jedoch in den nachfolgenden Altersklassen.

Bevölkerungsszenarien Kanton St.Gallen

Das Amt für Daten und Statistik berechnet für den Kanton St.Gallen und seine Gemeinden Bevölkerungsszenarien. Dazu wird der aktuelle Bevölkerungsbestand anhand von Annahmen über die künftigen Bevölkerungsbewegungen (Geburten, Todesfälle, Zu- und Wegwanderungen) und deren zugrundeliegenden Faktoren (Fruchtbarkeit, Sterblichkeit, Wanderungsverhalten usw.) modellbasiert in die Zukunft fortgeschrieben. Es wird mit drei verschiedenen Annahmesets gearbeitet, die in die drei Szenarien «Trend», «Hoch» und «Tief» münden. Tiefere Annahmen vor allem zur Nettozuwanderung und zur Fruchtbarkeit bremsen im Szenario «Tief» die Bevölkerungsentwicklung ab. Im Szenario «Hoch» beschleunigen unter anderem höhere Annahmen zur Nettozuwanderung und Fruchtbarkeit das Bevölkerungswachstum. Gemäss dem Bevölkerungsszenario «Trend» wird sich auch in den Jahren bis 2050 die Bevölkerungszunahme der vorangegangenen Jahrzehnte fortsetzen. In absoluten Zahlen wird die ständige St.Galler Bevölkerung laut kantonalem «Trend»-Szenario im Jahr 2050 rund 663'200 Personen umfassen. Gegenüber der Bevölkerungszahl von 540'036 Personen im Jahr 2024 – Ausgangspunkt der Szenarienberechnung – bedeutet dies eine Zunahme um knapp 123'200 Personen oder 23 Prozent, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 0,8 Prozent entspricht. Gemäss Szenario «Tief» würde bis ins Jahr 2050 noch ein Bevölkerungswachstum von 11 Prozent resultieren (+0,4 Prozent pro Jahr). Beim Szenario «Hoch» wird ein Bevölkerungswachstum von fast 35 Prozent (+1,2 Prozent pro Jahr) bis ins Jahr 2050 errechnet. In allen drei Szenarien wächst vor allem die Gruppe der 65-jährigen und älteren Personen überdurchschnittlich. Im Szenario «Trend» geht man von einer Zunahme der 65- bis 79-Jährigen von 35 Prozent und der 80-Jährigen und Älteren von 116 Prozent bis ins Jahr 2050 aus.