Volkswirtschaftsdepartement
Unter dem Motto «Innovation schafft Fortschritt» hat das Volkswirtschaftsdepartement 2025 mit der Vorlage zur Erweiterung und Erneuerung des Reinraums am Campus Buchs und der erfolgreichen Lancierung des Startup-Förderprogramms «HSG START Accelerators» wichtige Impulse zur Stärkung unseres Wirtschaftsstandorts gesetzt.
Ausblick/Politische Einordnung
Im Jahr 2026 legt das Volkswirtschaftsdepartement die Schwerpunkte auf die Stärkung der Standortattraktivität und Innovationskraft des Kantons, den Erhalt einer vielfältigen Landschaft und der natürlichen Lebensgrundlagen sowie der Gestaltung einer zukunftsfähigen Mobilität.
Mit der konsequenten Umsetzung des Innovationsförderungsgesetzes beschleunigt das Departement den Technologie- und Wissenstransfer in den KMU. Gleichzeitig entfacht es neuen Gründergeist, indem es die Startup-Strategie lebt und jungen Unternehmen den Zugang zu Netzwerken und Kapital erleichtert.
Das Volkswirtschaftsdepartement setzt sich dafür ein, eine vielfältige Landschaft zu erhalten und natürliche Ressourcen zu schonen. Durch die Umsetzung der Massnahmen der Biodiversitätsstrategie 2026–2031 wertet das Departement gezielt Lebensräume auf und fördert die Artenvielfalt im Siedlungs- und Kulturland.
Zudem wird das Volkswirtschaftsdepartement die Angebote im öffentlichen Verkehr optimieren, um die Erreichbarkeit der Arbeitszonen und Wohnorte zu verbessern. Der Fokus liegt auf bedarfsgerechten Fahrplananpassungen und effizienten Anschlüssen sowie der Förderung zukunftsorientierter Mobilitätslösungen.
Das hat uns 2025 bewegt
Im Reinraum am Campus Buchs entwickeln St.Galler Unternehmen neue Technologien für die ganze Welt. Im November 2025 hat die Stimmbevölkerung deutlich Ja gesagt zur Erweiterung und Erneuerung des Reinraums und damit auch zu mehr Innovation im Kanton.
Ein Reinraum ist ein speziell konzipierter Raum, in dem sich Temperatur, Druck sowie Feuchtigkeit und Reinheit der Luft genau regulieren lassen. Ein Reinraum muss hohe Anforderungen erfüllen. Das macht den Betrieb komplex und teuer.
Der Reinraum am Campus Buchs ist der einzige Reinraum in der Ostschweiz und im Fürstentum Liechtenstein, welcher der gesamten Industrie zur Verfügung steht. St.Galler Unternehmen entwickeln dort neue Technologien für die ganze Welt – von Smartphone-Kameras bis zu Autosensoren. Technologie-Unternehmen in der Ostschweiz sind auf erstklassige Forschungsinfrastrukturen angewiesen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen.
Im Jahr 2025 endete die kantonale Biodiversitätsstrategie 2018–2025 der Regierung. Die Erfolge sind beeindruckend. Ende Jahr startete die Vernehmlassung der neuen Strategie 2026–2033.
Noch nie wurden so viele Biotopsanierungen umgesetzt wie im Jahr 2025. Diese geschützten Lebensräume sind die Perlen der Biodiversität im Kanton St.Gallen und bilden den Kern der kantonalen Strategie. Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei löste im Berichtsjahr 31 neue Sanierungsaufträge mit einem Volumen von rund 2 Millionen Franken aus. Gleichzeitig konnten in 25 Schutzgebieten Projekte im Wert von 1,2 Millionen Franken abgeschlossen werden, während in über 60 weiteren Gebieten die Arbeiten auf Hochtouren liefen.
Der Kanton St.Gallen und die führenden Institutionen des St.Galler Startup-Ökosystems haben sich im Jahr 2025 zusammengeschlossen, um St.Gallen am START Summit als attraktiven Standort für Startups und Innovation zu positionieren.
Der zweitägige START Summit ist die grösste von Studierenden durchgeführte Startup-Konferenz in Europa. Die Veranstaltung fördert Innovationen, indem sie Startups, Investorinnen und Investoren, Unternehmen und junge Talente zusammenbringt. Organisiert wird die Konferenz von START Global, einem studentischen Verein der Universität St.Gallen (HSG).
Das Kantonsforstamt hat 2025 Strategien zur Stärkung der Resilienz der Wälder erarbeitet und breit kommuniziert.
Der Klimawandel zählt zu den grössten Herausforderungen der Waldwirtschaft. Das Kantonsforstamt begegnet ihm auf mehreren Ebenen – strategisch, informativ und operativ. So wurde im Jahr 2025 unter anderem die Tree Appneues Fenster eingeführt, ein praxisnahes Instrument, das Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer bei der Auswahl zukunftsfähiger Baumarten unterstützt. Einen hohen Stellenwert haben zudem die nationale und internationale Zusammenarbeit sowie der kontinuierliche Wissenstransfer.
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) beschäftigen den Kanton St.Gallen weiterhin. Auch im Jahr 2025 hat der Kanton wichtige Schritte unternommen, um den Gehalt dieser Stoffe in Lebensmitteln zu überwachen und Senkungsmassnahmen einzuleiten.
In Fleisch von lokalen Produzentinnen und Produzenten hatte der Kanton teilweise zu hohe Rückstände von PFAS gefunden. Auch in Milchproben wurden erhöhte Werte gemessen. Darüber informierte die Regierung am 28. August 2024. Seither hat der Kanton die Beprobung von Böden, Gewässern und Lebensmitteln intensiviert. In den betroffenen Gebieten und mit den betroffenen Betrieben wurden erste Sanierungsmassnahmen umgesetzt. Mehrere Ämter erarbeiteten gemeinsam ein PFAS-Konzept. Auf politischer Ebene setzt sich der Kanton dafür ein, dass schweizweit klare Vorgaben gelten. Das Bau- und Umweltdepartement, das Volkswirtschaftsdepartement und das Gesundheitsdepartement arbeiten dabei eng zusammen.
