Basiszahlen Wirtschaft

Am Jahresende 2021 waren im Kanton St.Gallen gut 38'900 Betriebe aktiv, die zusammen auf ein Beschäftigungsvolumen von 238'700 rechnerischen Vollzeitstellen kamen. Durch neu gegründete Unternehmen wurden zwischen 2018 und 2020 durchschnittlich 2'800 Arbeitsplätze geschaffen. Die St.Galler Unternehmen exportierten im Jahr 2022 Waren im Wert von 11,7 Milliarden, während sie Waren im Wert von 10,5 Milliarden importierten. Die kantonale Hotellerie verzeichnete im Jahr 2022 knapp 530'000 Gästeankünfte und mehr als 1'065'000 Logiernächte.

Wirtschaftsbranchen

Die wichtigsten Wirtschaftsbranchen im Kanton sind «Metalle/Maschinen/Fahrzeuge/technische Geräte», «Gross- und Detailhandel» sowie «Gesundheits- und Sozialwesen» mit jeweils 12 oder mehr Prozent Anteil am Beschäftigungsvolumen (T1). Insgesamt hat die Beschäftigung zwischen 2020 und 2021 zugenommen, wobei sich die drei Sektoren unterschiedlich entwickelten. Die stärkste Zunahme unter den Wirtschaftsbranchen verzeichneten «Kunst, Unterhaltung, Erholung» sowie «Nahrungs- und Futtermittel». Die stärksten Abnahmen gab es in den Branchen «Chemie, Pharmazeutik» und «Papier, Druck, Vervielfältigung».

Neugründungen

Die Anzahl der Unternehmensneugründungen ist im Kanton zwischen 2019 und 2020 etwas gesunken (T2). 84 Prozent der Neugründungen entfielen auf den Dienstleistungssektor und in 98 Prozent aller Fälle auf Kleinstbetriebe mit bis zu vier Arbeitsplätzen. Im Zeitraum 2018-2020 wurden im Kanton jährlich 2'800 Arbeitsplätze durch Neugründungen geschaffen.

Aussenhandel

Die Handelsbilanz des Kantons St.Gallen liegt im Jahr 2022 mit gut 1,2 Milliarden Franken im Plus (T3). Die stärksten Handelsbeziehungen bestehen mit europäischen Ländern, wobei hier die Handelsbilanz insgesamt negativ ausfällt. 77 Prozent aller Importe stammen aus EU- und EFTA-Ländern sowie dem Vereinigten Königreich. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner, sowohl bei den Aus- als auch bei den Einfuhren. 16 Prozent aller Exporte gehen in die USA, 6 Prozent nach China.

Angebot und Nachfrage Hotellerie

Das Bettenangebot der Hotel- und Kurbetriebe im Kanton St.Gallen hat 2022 um weitere 349 Betten zugenommen (T4). Hinsichtlich der Nachfrage scheint die Corona-Pandemie endgültig überwunden. Die Zahl der Logiernächte und der Gästeankünfte stiegen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 Prozent und lagen damit auch etwa zehn Prozent über dem Niveau des Jahres 2019. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank weiter auf 2,0 Nächte, was zu einer Auslastung der vorhandenen Betten von 30 Prozent führte.

Gästeherkunft Hotellerie

Wichtigster Markt der St.Galler Hotellerie sind die einheimischen Gäste, auf die im Jahr 2022 66 Prozent der Logiernächte entfielen (T5). Stark angestiegen ist der Anteil der ausländischen Gäste. Auch der Anteil der deutschen Gäste, die mit Abstand für die meisten aller ausländischen Logiernächte sorgen, hat 2022 zugenommen.