PFAS fordert den Kanton
Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen war im Berichtsjahr in verschiedene Aktivitäten im Zusammenhang mit per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) eingebunden.
Im Rahmen der Zuständigkeit für die Kontrolle der Lebensmittel sowie der Primärproduktion engagierte sich das Amt auf kantonaler und nationaler Ebene.
So wirkte das Amt als eines der Messlabore bei der nationalen PFAS-Kampagne der Vereinigung der Kantonschemikerinnen und Kantonschemiker der Schweiz (VKCS) mit. Ziel der Kampagne war es, das Vorkommen von PFAS in tierischen Lebensmitteln in der Schweiz zu erfassen.
von rund 900 Proben mussten schweizweit betreffend Höchstwertüberschreitungen von PFAS beanstandet werden.
Die Resultate zeigen, dass die Belastung der untersuchten Lebensmittel schweizweit überwiegend tief war. Nur 7 von 900 Proben (0,8 Prozent) überschritten die gesetzlichen Höchstwerte (Bericht des VKCS neues Fenster). Neben den Proben für die VKCS-Kampagne hat das Amt weitere 48 Proben amtlich erhoben und 72 Proben im Rahmen von Betriebsabklärungen auf PFAS untersucht.
Im Kanton St.Gallen hat das Amt zudem ein Projekt mit Produzentinnen und Produzenten von Früchten und Gemüse durchgeführt, um potenzielle Einträge von PFAS über Boden, Wasser oder andere Quellen in pflanzliche Lebensmittel zu untersuchen. Der Schlussbericht wird im Jahr 2026 erwartet.
Das Amt brachte sich ausserdem in die Fachgruppe PFAS des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen ein und unterstützte so die nationale Koordination im Bereich PFAS.
Was sind PFAS?
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, abgekürzt PFAS, sind schwer abbaubare Chemikalien. Sie werden seit Jahrzehnten industriell genutzt, zum Beispiel in wasserabweisenden Regenjacken, teflonbeschichteten Bratpfannen oder Löschschaum. Diese Chemikalien gelangen in die Umwelt und können in der Nahrungskette sowie im Menschen nachgewiesen werden. Für den Menschen stellen sie ein mögliches gesundheitliches Risiko dar.
