Die neue Geodateninfrastruktur (GDI-SG) wird eine weiterer gemeinsamer kantonale und kommunaler E-Gov Service und ist ein Bestandteil des Handlungsfeld «Datenzentriertheit» der aktuellen E-Government Strategie 2023-2026. Im Berichtjahr 2025 war der Fokus auf der Realisierung, Datenmigration und der Konzeption kommunaler Fachanwendungen.

Daniel Egeter, Leiter Fachbereich GDI
Daniel Egeter, Leiter Fachbereich GDI

GDI-SG Infrastruktur & Datenmigration

Die Realisierung der Basisinfrastruktur ist weit fortgeschritten, dies beinhaltet Kernfunktionalitäten wie auch das Backend System mit den Werkzeugen für die Datenlieferungen, Datenprüfungen und Publikationen.

Die Datenintegration kantonaler Geodaten (wie z.B. Nutzungsplanung, ÖREB oder Geodaten des Bundes) ist weitestgehend umgesetzt. Die Datenintegration kommunaler Daten sowie Geodaten Dritter ist in Arbeit. Verschiedene Schnittstellen für regelmässige Datenlieferungen aus Drittsystemen wie beispielsweise für die amt-liche Vermessung AV, Generelle Entwässerungsplanung GEP, Nutzungsplanung oder Werkinformationen sind im Aufbau.

 

Kommunale Fachanwendungen

Für die Fachanwendung kommunale Infrastruktur hat nach der Detailspezifikation mit einer Überprüfung der Machbarkeit für komplexe Elemente (PoC) die Umsetzung gestartet. Die Pilotgemeinden, die seit Mai in mehreren Workshops zusammen mit der Geocloud AG die Fachanwendung definiert haben, erhalten Anfang Dezember einen erneuten Einblick in den Stand der Umsetzung und können auch in dieser Phase die Bedürfnisse der Gemeinden einbringen. Sie sind auch für das Testing und die anschliessende Abnahme der Fachanwendung ab Frühling 2026 vorgesehen.  

Vertragliche Transformation

Mit der IGGIS AG wurden das Vorgehen, Meilensteine wie auch die inhaltlichen Themen in eine Vereinbarung für die vertragliche Auflösung gemeinsame ausgearbeitet. Diese Auflösung beinhalten ausschliessliche kantonale und kommunale Verträge mit der IGGIS AG. Die Vorbereitungen für die vertragliche Transformation mit den Dienstleitern im Verbund wurden gestartet.

Einführung und Betriebsvorbereitungen

In den Einführungsvorbereitungen sind alle relevanten Schulungsinhalte in der Ausarbeitung. Darin enthalten sind auch Themen für den zukünftigen Betrieb wie z.B. Betriebsorganisation oder die Betriebsprozesse. Für die Einführung ist ein Kommunikationsplan mit allen Zielgruppen, deren Botschaften wie auch die zugehörigen Kanäle in Ausarbeitung. Damit soll die Einbindung wie auch das Vertrauen der Stakeholder für die neue Geodateninfrastruktur geschaffen werden.

Ausblick

Im Jahr 2026 ist sind Abschluss der Realisierung mit dem anschliessenden Testing und der Abnahme im Fokus. Darin enthalten sind alle Grundfunktionalitäten, die kommunale Fachanwendungen, Sicherstellung der Zugriffe, Bereitstellung der Schnittstellen wie auch die Anbindung der Netzbetreiber. Parallel werden die Einführungs- und Betriebsvorbereitungen abgeschlossen. Die Betriebsaufnahme mit den Schulungen ist auf Anfang Q2 2027 geplant. Die Finanzielle Betrachtung beinhaltet in der Projektphase die Betriebskosten das Kompetenzzentrum GDI und Fachbereich. Die Betriebskosten der neuen Geodateninfrastruktur fallen ab der produktiven Einführung im Jahr 2027 an.