Vier Ostschweizer Kantone sowie die Stadt St.Gallen haben gemeinsam ein neues Einsatzleitsystem beschafft. Am 30. Juni 2025 haben sie den neuen Standort der Notruf- und Einsatzleitzentrale an der Zürcher Strasse in St.Gallen eröffnet.
Die Kantone St.Gallen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden und Glarus sowie die Stadt St.Gallen haben über die Kantonsgrenzen hinweg ein gemeinsames neues Einsatzleitsystem beschafft. Zusätzlich haben sie einen neuen Standort für die kantonale Notruf- und Einsatzleitzentrale an der Zürcher Strasse in St.Gallen geplant und realisiert. Neu werden die Notrufe je nach Vereinbarung über diese neue Zentrale verarbeitet:
- Kanton St.Gallen, Kanton Appenzell Innerrhoden: Alle Notrufe werden über die neue Notruf- und Einsatzleitzentrale verarbeitet. Ausgenommen ist die Nummer 117 der Stadt St.Gallen.
- Kanton Appenzell Ausserrhoden, Kanton Glarus: Die Notrufe auf die Nummer 144 werden über die neue Notruf- und Einsatzleitzentrale verarbeitet. Die anderen Notrufe werden weiterhin selbständig durch die Kantone an den Standorten Glarus und Herisau verarbeitet.
- Stadt St.Gallen: Auf Stadtgebiet werden die Notrufe auf die Nummer 117 weiterhin durch die Stadtpolizei selbständig verarbeitet. Zudem bildet die Einsatzzentrale der Stadtpolizei die Redundanz für die neue Notruf- und Einsatzleitzentrale.
Die neue Leitzentrale befindet sich im Lerchenfeld in der Stadt St.Gallen und löst jene beim Klosterplatz im Calatrava-Bau ab. Sie wurde notwendig, weil die Platzverhältnisse am alten Standort keine Erweiterung zuliessen und das Einsatzleitsystem altersbedingt erneuert werden musste. Der Umbau kostete rund 18 Millionen Franken.
