Die Auslastung in den kantonalen Zentren des Asylbereichs ist permanent hoch. Mit verschiedenen Massnahmen ist es dem Migrationsamt gelungen, die hohe Anzahl zugewiesener Asylsuchender im Jahr 2025 in den bestehenden Zentren aufzunehmen.
Im Jahr 2025 waren schweizweit fast gleich viele Asylgesuche wie im Vorjahr zu verzeichnen. Zusätzlich blieb die Zahl der Schutzsuchenden aus der Ukraine hoch. Dadurch war das gesamte Unterbringungssystem bei Bund, Kantonen und Gemeinden stark gefordert. Besonders belastend wirkte sich die von allen Kantonen kritisierte lange Verfahrensdauer in erweiterten Asylverfahren aus. Dem Staatssekretariat für Migration ist es im Jahr 2025 zwar gelungen, die Verfahrensdauer etwas zu reduzieren; die Anzahl der Pendenzen bleibt jedoch weiterhin hoch. Lange Bearbeitungszeiten beim Bundesverwaltungsgericht bis zum zweitinstanzlichen Entscheid verstärkten den Unterbringungsdruck in den kantonalen Asylzentren.
In den letzten Jahren schufen die Asylzentren in den bestehenden Unterkünften durch Anpassungen im Innenausbau und Ergänzungen von Feuerschutzmassnahmen sowie Einführung eines dynamischen Zuweisungsmanagements mehr Unterbringungsplätze. Damit konnten die Zentren besser auf Schwankungen reagieren. So war es für das Migrationsamt möglich, die 2025 zugewiesenen Asylsuchenden in den bestehenden Zentren unterzubringen und in einem klar strukturierten Rahmen zu betreuen. In offener und konstruktiver Zusammenarbeit mit Bund und Gemeinden konnten gemeinsame Lösungen gefunden und spezielle Fälle prioritär behandelt werden. Der flexiblere Einsatz von Personalressourcen stellte sicher, dass der Betreuungsauftrag trotz permanent hoher Auslastung in gewohnter Qualität erfüllt wurde.
betrug die durchschnittliche Auslastung der kantonalen Zentren mit Integrationscharakter im Jahr 2025 (seit der Schliessung der temporären Unterkunft Jugendherberge St.Gallen im März).
Der grosse Zustrom an Familien mit Kindern in langandauernden Verfahren stellte die Kinderschulen in den Zentren vor grosse Herausforderungen. Denn schulpflichtige Kinder werden im Rahmen der Volksschule zentrumsintern unterrichtet. Die lange Verweildauer in den Zentren wirkte sich belastend auf Kinder und Lehrpersonen aus. Erschwerend kam der Fachkräftemangel an ausgebildeten Lehrkräften hinzu. Dieser beeinträchtigte die notwendige Schwankungstauglichkeit. In Zusammenarbeit mit dem Bildungsdepartement konnten stets Lösungen für die Schülerinnen und Schüler gefunden werden.
Dank der internen Verdichtung in den kantonalen Zentren gelang es dem Migrationsamt, die Unterbringung und Betreuung aller zugewiesenen Asylsuchenden ohne zusätzliche Unterkunft zu bewältigen; dies war in den vergangenen Jahren nicht immer möglich. Dadurch konnten aufwendige Standortsuchen samt publikumswirksamer Kommunikation vermieden werden. Des Weiteren resultierten daraus erhebliche Einsparungen. In allen kantonalen Zentren mit Integrationscharakter wurde 2025 trotz dieser vielschichtigen Einflussfaktoren ein ruhiger und geregelter Betrieb ohne nennenswerte Zwischenfälle sichergestellt.
