Sensorik von Bedarfsgegenständen

Im Jahr 2025 wurden elf amtliche Proben von Lebensmittelkontaktmaterialien sensorisch geprüft. Bei den meisten Proben zeigten sich wahrnehmbare Abweichungen. Eine Probe wurde aufgrund signifikanter sensorischer Abweichung beanstandet.

Materialien und Gegenstände, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, dürfen deren Geruch oder Geschmack nicht beeinträchtigen. Um dies zu überprüfen, werden Testlebensmittel unter standardisierten Bedingungen mit den untersuchten Materialien in Kontakt gebracht und anschliessend sensorisch beurteilt.

So wird geprüft

Die sensorische Beurteilung erfolgt durch ein geschultes Panel mit 13 Fachpersonen. Die Proben werden mit Referenzproben verglichen und auf mögliche Abweichungen im Geruch oder Geschmack geprüft. Bewertet wird die Intensität der sensorischen Abweichung auf einer Skala von 0 bis 4. Ab einer Abweichungsintensität von drei wird eine Probe beanstandet.

Sensorische Ergebnisse im Überblick

Im Jahr 2025 wurden elf amtliche Proben untersucht. Bei der Mehrzahl der Proben stellte das Panel sensorische Abweichungen fest. Diese waren jedoch meist gering und lagen unterhalb der Beanstandungsgrenze.

Bei einer faltbaren Trinkflasche wurde hingegen eine deutlich wahrnehmbare geschmackliche Abweichung mit einer Intensität von 3 festgestellt. Das Panel beschrieb diese unter anderem mit den Attributen «ausgestanden», «Kunststoff», «Silikon», «mandelartig» und «holzig». Die Probe wurde beanstandet. Die Beanstandungsquote lag 2025 bei 9.1 Prozent. Sie bewegt sich damit auf dem Niveau des Vorjahres mit 9.7 Prozent. Die Ergebnisse zeigen, dass Lebensmittelkontaktmaterialien die sensorischen Eigenschaften von Lebensmitteln beeinflussen können. Solche Untersuchungen sind wichtig, um Beeinträchtigungen frühzeitig zu erkennen und die gesetzlichen Anforderungen an Materialien im Lebensmittelkontakt zu überprüfen.

Weshalb werden Bedarfsgegenstände sensorisch geprüft?

Stellen Sie sich vor, Sie sind an einem heissen Sommertag auf einer Wanderung unterwegs. Bereits nach kurzer Zeit in der Sonne verspüren Sie Durst und nehmen einen Schluck aus Ihrer Trinkflasche. Doch das Wasser riecht und schmeckt stark nach Plastik – kurz es ist einfach ungeniessbar. Sensorische Prüfungen von Bedarfsgegenständen sollen genau solche Situationen verhindern. Sie prüfen, ob Materialien unerwünschte Gerüche oder Geschmäcker an Lebensmittel oder Getränke abgeben.