Kontaminanten in Gewürzen
Im Sommer 2025 untersuchte das AVSV zwanzig Gewürzproben auf Elemente, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Mineralölkohlenwasserstoffe. Erfreulicherweise war keine der untersuchten Proben diesbezüglich zu beanstanden.
Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen (AVSV) untersuchte zwanzig Gewürzproben mittels unterschiedlicher chromatographischer Methoden und Detektionsmethoden auf Elemente (mit ICP-MS), auf PAK (mit GC-MSMS) und auf MOSH/MOAH (mit LC-GC-FID). Die Proben umfasste unter anderem gemahlenen Koriander, schwarzen Pfeffer, gefriergetrocknete Zwiebeln, gemahlene Muskatnuss und Zimt. Das Resultat ist für die Konsumentinnen und Konsumenten sehr erfreulich: Bei sämtlichen Proben wurden die gesetzlichen Höchst- bzw. Richtwerte eingehalten. Keine der Proben musste aufgrund der analytischen Messresultate beanstandet werden. Lediglich in vier Fällen gab es geringfügige Kennzeichnungsmängel, wie beispielsweise falsch gerundete Zahlen bei den Nährwertangaben.
Erfreulicherweise wurden in der Gewürzuntersuchung keine erhöhten Werte der untersuchten Parameter festgestellt. Risikoprodukte werden weiterhin stichprobenartig am AVSV untersucht.
Was sind PAK und MOSH/MOAH?
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH/MOAH) zählen zu den sogenannten Prozesskontaminanten. PAK entstehen oft bei der Verbrennung organischen Materials und können über Räucherverfahren oder Trocknungsverfahren in Lebensmittel gelangen. Da einige dieser Verbindungen als gesundheitsschädigend gelten, sind sie in der Schweizerischen Kontaminantenverordnung (VHK) streng reglementiert.
Mineralölkohlenwasserstoffe unterteilen sich in MOSH (gesättigte) und MOAH (aromatische) Verbindungen. Besonders die MOAH stehen im Fokus, da sie potenziell gesundheitsschädlich sind. Sie können etwa durch ungeeignete Verpackungen (z. B. Recyclingkarton oder behandelte Jutesäcke) oder durch Schmiermittel während der Verarbeitung in das Produkt übergehen.
