Aussenbeziehungen

Der Kanton St.Gallen grenzt an drei ausländische Staaten und an sieben Kantone. Gute nachbarschaftliche Beziehungen – international und interkantonal wie auch zum Bund – sind besonders wichtig. Der Kanton ist deshalb in verschiedenen Gremien der Zusammenarbeit aktiv. Die Aussenbeziehungen im Jahr 2025 standen insbesondere im Zeichen der Europapolitik.

Ausblick

Das Europadossier wird für die Aussenbeziehungen auch im Jahr 2026 prägend sein. Nach der Verabschiedung der gemeinsamen Stellungnahme der Kantone wird der Bundesrat die Botschaft ausarbeiten. Danach beginnt die parlamentarische Phase. Der Kanton St.Gallen wird sich weiterhin aktiv einbringen, auch im Hinblick auf eine allfällige Volksabstimmung.

Die Schweiz übernimmt 2026 den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Der Kanton St.Gallen wird im Februar Gastgeber der ersten Konferenz unter Schweizer Vorsitz sein. Die Konferenz wird sich mit der Bekämpfung von Antisemitismus und anderen Formen der Intoleranz befassen.

Bei der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) werden die grenzüberschreitende Nachbarschaft und Zukunftsbilder für das Jahr 2050 im Zentrum stehen. Ziel ist es, gemeinsam konkrete Vorstellungen zu entwickeln, wie der Bodenseeraum langfristig lebenswert und wirtschaftlich stark bleiben und sich nachhaltig weiterentwickeln kann.

Die Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau unterzeichneten im Jahr 2025 eine Vereinbarung für die Zusammenarbeit in der Spitalplanung. Nun wird die gemeinsame Spitalplanung weiter vorangetrieben. Damit soll in den Bereichen Psychiatrie, Akutsomatik und Rehabilitation die Versorgungsqualität und Versorgungssicherheit erhöht und die Kostenentwicklung der Spitalversorgung gedämpft werden.