«Tsumiki» für Campus Platztor ausgewählt

Der Campus Platztor wird ein markanter Holzbau. Das Projekt «Tsumiki» ging als Sieger aus dem Wettbewerb hervor. Es überzeugt durch seine nachhaltige Bauweise, die städtebauliche Einbindung und die kurzen Wege im Innern.

Im August 2025 bestätigte die Regierung den Bericht des Preisgerichts neues Fenster zum Wettbewerb für den neuen Campus Platztor. Das Siegerprojekt «Tsumiki» überzeugt auf ganzer Linie. Ab 2032 bietet der Campus Platztor Raum für rund 3'000 Studierende und Mitarbeitende der Universität St.Gallen.

Kleine Stadt im grossen Haus

«Tsumiki» bedeutet auf Japanisch «Holzbausteine» und spielt auf die Holzbauweise an. Das Gebäude ist städtebaulich klug in die Umgebung eingefügt. Es funktioniert wie eine kleine Stadt im grossen Haus: Kurze Wege verbinden Lehr-, Arbeits- und Aufenthaltsbereiche unter einem Dach.

Die begrünten Terrassen bieten Raum für den Austausch von Studierenden und Mitarbeitenden. Das gastronomische Angebot im Haus steht auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Um das Gebäude herum entsteht ein kleiner Park mit Bäumen und Sitzplätzen. Das bestehende Gebäude der offenen Kirche bleibt auf dem Areal Platztor erhalten und wird zur Studentenbar.

Das Foyer ist offen und hell. Die Stege und Brücken ermöglichen direkte Wege, ohne einzuengen.
Das Foyer ist offen und hell. Die Stege und Brücken ermöglichen direkte Wege, ohne einzuengen.

Nachhaltigkeit als Leitmotiv

Das Leitmotiv von «Tsumiki» ist die Nachhaltigkeit in umfassendem Sinn: klimafreundlich, wirtschaftlich und offen nach innen und nach aussen. Die Baustruktur aus Holz ist einfach gestaltet. Der Grundriss nutzt den vorhandenen Platz intelligent. So gelingt der Spagat zwischen Genügsamkeit und Grosszügigkeit.

Die Parkanlage und begrünten Terrassen sind Orte zum Verweilen. Sie laden zum Verweilen und sich Austauschen. Visualisierung: Graber Pulver / Filippo Bolognese
Die Parkanlage und begrünten Terrassen sind Orte zum Verweilen. Sie laden zum Verweilen und sich Austauschen. Visualisierung: Graber Pulver / Filippo Bolognese

Erste Planungsschritte gemacht

Im Oktober fand die Startsitzung mit Hochbauamt und Generalplaner statt. Das Projektteam kam einen Monat darauf zu einem Kick-off-Workshop zusammen. Dieser diente zur Einstimmung auf das Projekt und schuf das Fundament für eine effiziente Planung sowie eine gute Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten.

Auch im Atrium ermöglichen die Stege und Treppen einen weiten Blick und direkte Wege.
Auch im Atrium ermöglichen die Stege und Treppen einen weiten Blick und direkte Wege. Visualisierung: Graber Pulver / Filippo Bolognese

Ausschreibung mit angepasstem Verfahren

«Tsumiki» ist das zweite Projekt, das für den Campus Platztor ausgewählt wurde. Das erste erhielt den Zuschlag im Jahr 2021, entwickelte sich jedoch bis ins Jahr 2023 nicht wie gewünscht. Die Regierung folgte dem Vorschlag des Preisgerichts und entschied sich, das damalige Projekt abzubrechen.

Die Neuauschreibung erfolgte im Jahr 2024. Um sicherzustellen, dass die Anforderungen von allen Wettbewerbsteilnehmenden erfüllt werden können, entschied sich das Preisgericht für ein zweistufiges Verfahren mit sogenannter Präqualifikation.

In der ersten Runde des Verfahrens reichten 73 Teams ihre Bewerbung ein. Aus den 73 wurden die 16 meistversprechenden Bewerbungen ausgewählt. Diese Teams erhielten die Projektunterlagen und erarbeiteten einen Entwurf. Das Preisgericht bewertete die Entwürfe und erstellte eine Rangfolge. Die Regierung bestätigte «Tsumiki» als Siegerprojekt.

Die Gesamtkosten von 207 Millionen Franken bleiben unverändert. Die Kosten verteilen sich auf Bund, Kanton und Stadt. Der Kredit von 160 Millionen Franken, dem die kantonale Stimmbevölkerung 2019 zugestimmt hat, kann eingehalten werden.