Die SwissSkills kommen nach St.Gallen

Die SwissSkills 2029 finden in St.Gallen statt. Der Zuschlag ist ein Erfolg für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Ostschweiz und unterstreicht die Bedeutung der Berufsbildung in der Region.

Mit der Vergabe der SwissSkills 2029 in die Ostschweiz wird St.Gallen erstmals Austragungsort dieses nationalen Grossanlasses. Die Berufsmeisterschaften werden auf dem Olma-Areal durchgeführt. Am 20. Oktober 2025 präsentierten der Kanton St.Gallen, die Stadt St.Gallen, der Kantonale Gewerbeverband, die Industrie- und Handelskammer St.Gallen-Appenzell, die Olma Messen St.Gallen sowie St.Gallen-Bodensee Tourismus ihre gemeinsame Bewerbung vor dem Stiftungsrat der SwissSkills und den Vertreterinnen und Vertretern der nationalen Berufsverbände. Unterstützt wurde die Kandidatur von acht Ostschweizer Kantonen sowie dem Fürstentum Liechtenstein.

Frage an Felix Keller

Welche Bedeutung haben die SwissSkills 2029 in St.Gallen und der Ostschweiz für das regionale Gewerbe und die Lehrbetriebe?

«Die SwissSkills 2029 in St.Gallen bieten jungen Berufstalenten eine einzigartige Bühne, um ihr Können einem breiten Publikum zu präsentieren. Der Anlass zeigt die Vielfalt und Qualität der Schweizer Berufsbildung. Gleichzeitig erhalten Schulen die Möglichkeit, in die Berufspraxis hineinzublicken. Schülerinnen und Schüler können Berufe live erleben und sich für eine Berufslehre begeistern. SwissSkills fördert damit Talente und die Zukunft des dualen Bildungssystems.»

Felix Keller
Felix Keller
Geschäftsführer Kantonaler Gewerbeverband St.Gallen

Der Schulterschluss von Politik, Wirtschaft, Bildung und Tourismus überzeugte: Am 13. November 2025 entschied der Stiftungsrat, die SwissSkills 2029 nach St.Gallen zu vergeben. Damit erhält die Ostschweiz die Möglichkeit, ihre Stärke in der Berufsbildung auf nationaler Ebene sichtbar zu machen.

Im selben Jahr finden mit den EuroSkills 2029 in Genf auch die europäischen Berufsmeisterschaften in der Schweiz statt. Dadurch bietet sich eine Gelegenheit, die Brücke für die Berufsbildung über die gesamte Schweiz zu spannen und die Berufsbildung auf nationaler Ebene wirksam zu präsentieren.

Erwartet werden mehrere zehntausend Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Schweiz. Die SwissSkills fördern das Interesse an einer beruflichen Grundbildung, unterstützen die Fachkräftegewinnung und leisten einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung.

Frage an Bruno Eisenhut

Welche Chancen und welchen konkreten Nutzen bringen die SwissSkills 2029 für die Betriebe, insbesondere im Hinblick auf Fachkräftesicherung und Berufsbildung?

«Durch die Sichtbarkeit der Berufe und die Inszenierung von Spitzenleistungen wird die Attraktivität der beruflichen Grundbildung gestärkt. Für die Ostschweizer Unternehmen eröffnen sich Chancen, sich als engagierte Lehrbetriebe und innovative Arbeitgeber zu positionieren. Begleitende Initiativen wie regionale Qualifikationswettkämpfe schaffen einen Mehrwert, indem sie die Qualität der Ausbildung fördern und das Thema Berufsbildung über 2029 hinaus verankern.»

Bruno Eisenhut
Bruno Eisenhut
Leiter Aussenbeziehungen, IHK St.Gallen-Appenzell
Der Kanton St.Gallen erzielte bei den SwissSkills 2025 mit 34 Medaillen die zweitbeste Bilanz aller Kantone. Im Beruf Ofenbauer-/in EFZ glänzten Ester Nagy (Gold) und Lorenz Angst (Bronze) aus St.Gallen, Silber ging an Hansueli Dietrich – mit Bundesrat Guy Parmelin.
Der Kanton St.Gallen erzielte bei den SwissSkills 2025 mit 34 Medaillen die zweitbeste Bilanz aller Kantone. Im Beruf Ofenbauer-/in EFZ glänzten Ester Nagy (Gold) und Lorenz Angst (Bronze) aus St.Gallen, Silber ging an Hansueli Dietrich – mit Bundesrat Guy Parmelin.

Die Ostschweiz und das Fürstentum Liechtenstein verfolgen mit der Durchführung der SwissSkills 2029 das Ziel, die Attraktivität der Berufsbildung zu stärken sowie die Zusammenarbeit zwischen Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft zu vertiefen. Der Anlass trägt damit zur Erreichung der Schwerpunktziele der Regierung des Kantons St.Gallen bei: «Standortattraktivität und Innovationskraft erhöhen» und «Funktionale Strukturen und Dialog fördern».