Potenzial erneuerbarer Energie nutzen
Die Regierung will das Potenzial von erneuerbarer Energie im Kanton St.Gallen ausschöpfen. Dazu hat sie das Potenzial für Solarenergie entlang von Kantonsstrassen und für die noch nicht genutzte Wasserkraft analysieren lassen.
Unter Federführung des Tiefbauamtes erarbeitete der Kanton im Jahr 2024 eine Potenzialanalyse neues Fenster für Photovoltaikanlagen entlang von Kantonsstrassen. Im Rahmen der Studie wurden verschiedene kantonale Infrastrukturtypen wie Strassen, Lärmschutzwände oder Brücken auf ihr Potenzial für Photovoltaikanlagen hin untersucht.
Ergänzend zur Potenzialanalyse erarbeitete das Tiefbauamt Ende 2025 eine Projektierungshilfe für interessierte Investorinnen und Investoren. Diese definiert die wichtigsten Anforderungen für die Planung und Umsetzung solcher Anlagen.
Die Solarenergienutzung entlang von Kantonsstrassen bietet eine vielversprechende Möglichkeit, den Anteil an St.Galler Solarenergie weiter auszubauen. Der Kanton St.Gallen geht mit gutem Beispiel voran und prüft ein eigenes Pilotprojekt entlang der Umfahrungsstrasse Bazenheid. Er möchte den daraus gewonnenen Solarstrom für die Tunnelbeleuchtung und -technik nutzen.
Gigawattstunden erneuerbare Energie pro Jahr könnten Photovoltaikanlagen entlang von Kantonsstrassen insgesamt ungefähr produzieren. Das entspricht dem Energieverbrauch von rund 20'000 durchschnittlichen Schweizer Haushalten.
Im Frühjahr 2025 legte die Regierung einen Bericht neues Fenster zum Wasserkraftpotenzial im Kanton St.Gallen vor. Sie beantwortete damit ein Postulat neues Fenster. Im Rahmen des dreijährigen Regierungsprojekts wurde untersucht, wo und in welchem Umfang im Kanton noch Potenzial vorhanden ist, um die Stromproduktion aus Wasserkraft zu erhöhen.
Insgesamt ergibt sich ein zusätzlich erschliessbares Potenzial von rund 30 bis 40 Gigawattstunden pro Jahr. Dies entspricht dem Strombedarf von rund 6'500 bis 9'000 durchschnittlichen Schweizer Haushalten. Im Vergleich zur aktuellen Wasserkraftproduktion im Kanton St.Gallen von rund 630 Gigawattstunden pro Jahr wird dieser Beitrag als gering angesehen.
