OST – Ostschweizer Fachhochschule
Die «OST – Ostschweizer Fachhochschule» zählte im Jahr 2025 3’995 immatrikulierte Personen – so viele wie nie zuvor. Das Jahr war geprägt von KI: An der OST ist sie in Forschung, Lehre und den Dialog mit der Öffentlichkeit eingebunden.
Im Herbst 2025 nahmen 1'268 neue Studierende ihr Studium auf. Die jüngsten Bachelor-Studiengänge in Digital Design und Ergotherapie starteten in die zweite Durchführung. Der Herbst markierte zugleich Anfang und Abschluss: 1'010 Absolventinnen und Absolventen schlossen ihr Studium ab. Eine Premiere gab es an der Diplomfeier des Departementes Gesundheit: Erstmals erhielten 40 Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Physiotherapie ihr Diplom.
Mehr als 20 OST-Institute setzen Künstliche Intelligenz zu Forschungszwecken ein. Auch in allen Studiengängen ist KI fest verankert: Jede Absolventin und jeder Absolvent soll die Chancen und Grenzen von KI kennen, unabhängig vom Fachbereich. Dabei entstehen Lösungen für unterschiedliche Lebensbereiche, von der Pflege bis zur Landwirtschaft.
Was KI alles möglich macht, zeigte die OST an ihrem zweiten Hochschultag im Juni 2025. Rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft erlebten, dass KI mehr ist als ein technologisches Werkzeug. Sie wirft zentrale Fragen auf – zu Verantwortung, Transparenz und gesellschaftlicher Wirkung. Die OST stellt sich diesen Herausforderungen in Forschung, Lehre und im Dialog mit der Öffentlichkeit. Ziel ist es zu zeigen, wie KI nicht nur Prozesse optimiert, sondern unseren Alltag gerechter und menschlicher machen kann.
Wie vielseitig und zugänglich KI ist, konnten Besucherinnen und Besucher auch bei einer Sonderschau an der Olma im Oktober 2025 erleben. Kinder lernten mit einer App ihre Rechte besser kennen und programmierten kleine Roboter. Für die Erwachsenen gab es beeindruckende Exponate: KI-gesteuerte Roboter und Drohnen, die landwirtschaftliche Arbeiten effizienter und umweltschonender ausführen. Oder ein Einkaufswagen, der blinde Menschen mithilfe von KI wie ein digitaler Blindenführhund durch den Supermarkt führt. Wer selbst aktiv werden wollte, trat im Spiel GeoGuesser gegen die KI an und erriet anhand eines Bildes den Aufnahmeort. Mit der VR-Brille eröffnete sich ein neuer Blick auf Gebäude, Städte und Landschaften – fast wie eine Reise in eine andere Welt.
Im November 2025 sagte die Stimmbevölkerung des Kantons St.Gallen mit über 77 Prozent deutlich Ja zur Erweiterung und Erneuerung des Reinraums am Campus Buchs der OST. Unter dem Namen «Sensor Innovation Hub» wird dieser in den kommenden Jahren modernisiert. Im Reinraum werden Technologien für die ganze Welt entwickelt – von Smartphone-Kameras bis zu Autosensoren. St.Galler Technologieunternehmen sind auf diese Forschungsmöglichkeit angewiesen, um sich im globalen Wettbewerb zu behaupten. Gleichzeitig ist der Reinraum auch für die Bildung bedeutend. Er bietet jungen Fachkräften und Studierenden die Möglichkeit, in der Region Arbeitserfahrung zu sammeln.
Personen studieren an der OST.
Im Rahmen der IT-Bildungsoffensive (ITBO) hat die OST ihre Teilprojekte erfolgreich vorangetrieben und zentrale Ergebnisse nachhaltig in ihren Strukturen verankert. Ein Meilenstein war der Abschluss des Teilprojekts «Markterweiterung Informatikangebot». Die erste Kohorte des Bachelorstudiengangs Informatik in St.Gallen feierte ihren Studienabschluss. Zudem startete das Lernlabor «Modellierung@OST» mit einem ersten Workshop. Das Unterprojekt «Öffentlich zugängliche Seminarreihe – AI für alle» hat bisher über 3'000 Teilnehmende erreicht. Die Seminarreihe bestand im Jahr 2025 aus jeweils acht Veranstaltungsabenden zum Thema KI. Diese wurden inzwischen auch an Standorten ausserhalb der OST angeboten, etwa in Wil und Wattwil.
