Textilmuseum St.Gallen wird erneuert

Das Textilmuseum ist eine Gedächtnisinstitution von nationaler Bedeutung. Der Kanton St.Gallen beteiligt sich an der Erneuerung des 1886 erbauten «Palazzo Rosso», um das textile Erbe der Ostschweiz langfristig zu schützen, zu pflegen und zu vermitteln.

Der geplante Umbau des Textilmuseums wird voraussichtlich 48 Mio. Franken kosten. Angestrebt ist eine Finanzierung, die je zur Hälfte von privaten Geldgeberinnen und Geldgebern und der öffentlichen Hand getragen wird. Der Kantonsrat hat in der Herbstsession 2025 einen Beitrag von 13,9 Mio. Franken gesprochen.

Wichtige historische Dynamiken

Zahlreiche Aspekte der wirtschafts-, sozial- und kulturgeschichtlichen Entwicklung der Ostschweiz wie auch der angrenzenden Gebiete finden ihre Wurzeln in der 800-jährigen Textilgeschichte. Das Textilmuseum ist eine Gedächtnisinstitution, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Geschichte und Entwicklung der Textilindustrie zu präsentieren, zu vermitteln und zu erforschen. Darüber hinaus will das Museum das interessierte Publikum an kreativen Gestaltungsprozessen teilhaben lassen.

Nach 140 Jahren entsprechen die Räumlichkeiten des 1886 erbauten «Palazzo Rosso», einem Baudenkmal von kantonaler Bedeutung, nicht mehr den erforderlichen Standards für Konservation, Sicherheit, Zugänglichkeit und Ausstellungstechnik. Damit das Museum seine für den Erhalt und die Sichtbarmachung des kulturellen Erbes wichtige Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit fortsetzen kann, muss der Bau an der Vadianstrasse 2 in St.Gallen daher grundsaniert und teilweise umstrukturiert werden.

Aus dem Architekturwettbewerb der Stiftung Textilmuseum (Bauherrin und Eigentümerin des Gebäudes) ging das Projekt «Das Schwere ist des Leichten Wurzelgrund» des Zürcher Architekten Christian Kerez als Sieger hervor. Der Erneuerungsbau mit dem grosszügigen Ausstellungssaal im Untergeschoss schafft die langfristige Grundlage, um einen bedeutenden Teil des textilen Kulturerbes der Ostschweiz nachhaltig zu schützen und zu pflegen. Unter anderem in einer neu und zeitgemäss konzipierten Dauerausstellung will das Museum seine Inhalte vermitteln und erlebbar machen. 

Ausstellungstätigkeit fortsetzen kann, muss der Bau an der Vadianstrasse 2 in St.Gallen daher grundsaniert und teilweise umstrukturiert werden.

Aus dem Architekturwettbewerb der Stiftung Textilmuseum (Bauherrin und Eigentümerin des Gebäudes) ging das Projekt «Das Schwere ist des Leichten Wurzelgrund» des Zürcher Architekten Christian Kerez als Sieger hervor. Der Erneuerungsbau mit dem grosszügigen Ausstellungssaal im Untergeschoss schafft die langfristige Grundlage, um einen bedeutenden Teil des textilen Kulturerbes der Ostschweiz nachhaltig zu schützen und zu pflegen. Unter anderem in einer neu und zeitgemäss konzipierten Dauerausstellung will das Museum seine Inhalte vermitteln und erlebbar machen.

Dauerausstellung und Sonderausstellungen

Die Bekanntheit des Museums wird mit der neuen attraktiv vermittelten Dauer-ausstellung und den jährlich wechselnden Sonderausstellungen weit über die Landesgrenzen hinaus wachsen. Mit dem Erneuerungsvorhaben leistet die Stiftung Textilmuseum nicht nur einen wertvollen Beitrag an die kulturelle Identität der Ostschweiz, sondern auch an die touristische Attraktivität St.Gallens und seiner Regionen.

So soll das Museum umgebaut werden

Das Projekt sieht einen Umbau des Textilmuseums mit folgenden Schwerpunkten vor:

Im Souterrain ist ein weiträumiger Ausstellungssaal mit 1'300 m2 Grundfläche und bis zu neun Metern Raumhöhe geplant, der den Museumsbesuchenden ein innovatives und informatives Museumserlebnis ermöglicht. Dazu gehört der Einsatz moderner Technologien wie Virtual Reality, interaktive Touchscreens und digitale Präsentationen. Daneben werden aber auch analoge Vermittlungsformate eingesetzt und weiterentwickelt, welche die sinnliche Dimension textiler Welten ansprechen und direkt erlebbar machen.

Die Sammlung platzt heute sprichwörtlich aus allen Nähten. Durch den Umbau wird dringend benötigter zusätzlicher Raum geschaffen, um die Objekte der (nach wie vor wachsenden) Sammlung und des Archivs angemessen konservieren und lagern zu können. Das künftige Textildepot ist – unter Wahrung denkmalpflegerischer Vorgaben – im ausgebauten Dachgeschoss geplant.

Der Umbau umfasst die Absenkung des Hochparterres auf Strassenniveau für einen direkten und barrierefreien Zugang ins Museum. Zudem ist der Einbau eines Lifts geplant, damit die oberen Räumlichkeiten (Bibliothek, Schaudepot, Vermittlungsräume) auch für Menschen mit Behinderung leicht erreichbar sind. Damit wird das Textilmuseum für alle Besuchenden zugänglich und durch seine Öffnung zum Strassenraum hin vermehrt als Teil des öffentlichen Lebens der Stadt wahrgenommen.