Universität St.Gallen
Die Universität St.Gallen (HSG) hat im Jahr 2025 ihren «Strategic Plan 2030» verabschiedet. Erste Umsetzungsmassnahmen umfassten neue Förderprogramme für Talente und Unternehmertum.
Der neu gewählte Universitätsrat und das wiedergewählte Rektorat haben im September den Strategic Plan 2030 verabschiedet. Dieser beschreibt die Entwicklungsschwerpunkte der nächsten Jahre und die universitären Ziele. In diesem Zusammenhang lancierte die HSG zwei ambitionierte, drittmittelfinanzierte Förderprogramme: «HSG Best Talents» für besonders engagierte Studierende und «HSG Best Founders» zur Unterstützung von Startups und Spinoffs. Der «HSG Entrepreneurship Monitor 2025» bilanziert 845 Start-ups im Ökosystem der HSG.
Das «Financial Times European Business School Rankings» würdigte die HSG auch im Jahr 2025 als führende Business School in der Schweiz und im deutschsprachigen Raum. In der Gesamtwertung steigerte sie sich um eine Position auf Rang 8. Der Studiengang «Master in Strategy and International Management» (SIM-HSG) behauptete sich im FT-Ranking erneut als weltweite Nummer 1 in der Management-Ausbildung.
Im Herbstsemester 2025 waren an der Universität St.Gallen (HSG) 9'992 Studierende aus rund 100 Ländern eingeschrieben. Ab dem Jahr 2026 werden Gaststudierende sowie Studierende, die beurlaubt sind oder nur ein Zusatzprogramm belegen, in dieser Zählung nicht mehr erfasst.
Mit dem Architektur-Siegerprojekt für den Campus Platztor wurde ein wichtiges Etappenziel für die räumliche Entwicklung erreicht.
Welche Wirkung die HSG in St.Gallen erzielte, beleuchtete der neueste Bericht zu den regionalen Effekten. Der Wertschöpfungsbeitrag von 313 Millionen Schweizer Franken ist – neben den nicht direkt finanziell bezifferbaren Impulsen für den Arbeitsmarkt und die Innovationskraft – ein neuer Höchstwert.
Campus Platztor
Das Projekt «Tsumiki» eines renommierten Schweizer Teams hat den Architekturwettbewerb für den Campus Platztor der HSG für sich entschieden. Der neue Campus bietet voraussichtlich ab 2032 Raum für rund 3’000 Studierende und Mitarbeitende. Bild: HSG
School of Computer Science
Die School of Computer Science feierte ihr 5-jähriges Jubiläum und zählte zu diesem Zeitpunkt rund 250 Studierende in ihren Informatik-Programmen. Die ersten 14 Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Informatik traten als unternehmerische IT-Fachkräfte in den Arbeitsmarkt oder bilden sich weiter.
HSG - Ort der Begegnung
Auch im Jahr 2025 nahm die HSG ihre Rolle als Ort der Begegnung zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft wahr. So etwa mit SQUARE, dem öffentlichen Programm, der Kinder-Uni, dem St.Gallen Symposium, dem START Summit und dem «Dies academicus». Bei «CEOs to Campus» trafen sich rund 70 CEOs grosser Schweizer Unternehmen mit Studierenden und Faculty, um Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen zu erörtern.
«HSG FOCUS» neues Fenster, das Hochschulmagazin, erlebte einen digitalen Relaunch als Plattform für HSG-Wissen und Einordnung für eine breite Öffentlichkeit. Erstmals erschien der HSG Nachhaltigkeitsbericht im Jahr 2025 neues Fenster digital. Zudem wurde die HSG als assoziierte Partnerin in die europäische Hochschulallianz ENGAGE.EU aufgenommen.
Mit diesen und weiteren Massnahmen gelang es der HSG, hochwertige akademische Lehre und Forschung bereitzustellen, zur gesellschaftlichen Entwicklung beizutragen und verantwortungsbewusste sowie unternehmerisch denkende Fach- und Führungskräfte auszubilden.
Amtsantritt des neuen Universitätsrates
Erstmals erfolgte im Jahr 2025 die Wahl der Mitglieder und des Präsidiums des Universitätsrates der Universität St.Gallen (HSG) nach den Vorgaben des neuen Universitätsgesetzes: Die Regierung wählt die Universitätsratsmitglieder und die Präsidentin oder den Präsidenten, der Kantonsrat genehmigt die Wahl.
Der Universitätsrat der HSG besteht neu aus zehn Mitgliedern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sowie einem Mitglied der Regierung. Das Mitglied der Regierung – derzeit Bildungsvorsteherin Bettina Surber – ist nicht mehr Präsidentin oder Präsident des Universitätsrates.
Das Auswahlverfahren startete bereits im Jahr 2024 mit Unterstützung eines Personalrekrutierungsbüros. Während für die Mitglieder ein öffentliches Ausschreibeverfahren zur Anwendung kam, wurden geeignete Personen für das Universitätsratspräsidium direkt durch das Rekrutierungsbüro angesprochen. Der Wahlausschuss bestand aus den Vorstehenden des Bildungsdepartementes, des Bau- und Umweltdepartementes und des Finanzdepartementes.
Aus über 120 Bewerbenden entschied sich die Regierung für eine portfoliogestützte Zusammensetzung aus vier bisherigen und vier neuen Mitgliedern. Als Präsidenten des Universitätsrates wählte die Regierung Dr. Zeno Staub.
Nach Anhörungen der neuen Mitglieder in den Fraktionen genehmigte der Kantonsrat am 11. März 2025 die Wahl der Universitätsratsmitglieder und des Präsidenten. Der neu zusammengesetzte Universitätsrat ist seit dem 1. Juni 2025 im Amt. Das Gremium ist mit einem Teamfindungsprozess gut gestartet und hat zusätzlich zum bewährten Audit Committee für Finanzfragen ein Talent Committee ins Leben gerufen, das unter anderem Personalgeschäfte zuhanden des Universitätsrates vorbereitet.
Der Universitätsrat der Universtität St.Gallen (HSG)
- Zeno Staub, Präsident, neu
- Jochen Decker, Bern, neu
- Susanne Driessen, St.Gallen, neu
- Peter Mathias Fischer, Zürich, neu
- Andreas R. Kirchschläger, Rapperswil-Jona, bisher
- Christoph Loos, Schaan (FL), neu
- Regula Mosberger, Buchs, bisher
- René Rausenberger, Feldmeilen, neu
- Yvonne Suter, Rapperswil-Jona, bisher
- Michael Götte, Tübach, bisher
- Bettina Surber, Regierungsvertretung
Bediente Schwerpunktziele
Programm zur Weiterentwicklung des Innovations- und Startup-Ökosystems St.Gallen neues Fenster
