PFAS-Konzept geht in die Umsetzung
Das Bau- und Umweltdepartement untersucht gezielt Gewässer und Böden auf PFAS. Die sogenannten Ewigkeitschemikalien können mittlerweile auch für Bauvorhaben eine Herausforderung darstellen.
Das Amt für Umwelt beschäftigte sich auch im Jahr 2025 intensiv mit dem Thema PFAS. In Zusammenarbeit mit mehreren weiteren Fachämtern aus verschiedenen Departementen entstand das PFAS-Konzept. Dieses zentrale Instrument wurde 2025 von der Regierung verabschiedet. Das PFAS-Konzept beinhaltet Massnahmen und weitere Arbeitsschritte und koordiniert die Arbeiten der kantonalen Fachstellen.
Mehrere Mitarbeitende aus verschiedenen kantonalen Fachstellen engagieren sich zudem in Arbeitsgruppen des Bundes. Diese setzen sich mit der Festlegung von Grenzwerten und dem Umgang mit PFAS-Belastungen auseinander.
Bodenproben wurden bisher entnommen und im Labor auf PFAS untersucht.
Das Amt für Umwelt hat im Jahr 2025 auf ganz unterschiedlichen Flächen Bodenproben genommen. Engmaschig untersucht wurden Bauernhöfe, auf deren Flächen PFAS-Belastungen bekannt sind.
Diese Untersuchungen bestätigten insgesamt, dass der Kanton St.Gallen nicht ganzflächig betroffen ist, sondern regional konzentriert Flächen belastet sind. Betroffene Landwirtinnen und Landwirte stehen vor grossen Herausforderungen und nicht selten stellen sich Zukunftsfragen. Parallel zu den Bodenuntersuchungen hat der Kanton deshalb ein Case-Management-System aufgebaut. Damit stellt er die Beratung und Unterstützung von betroffenen Landwirtschaftsbetrieben sicher. Dieses Case-Management führte der Kanton 2025 fort und weitete es aus.
Falls bei Bauvorhaben PFAS im Boden oder Untergrund festgestellt werden, unterstützt das Amt für Umwelt Gemeinden und Investoren bei der fachlichen Beurteilung.
Was sind PFAS?
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, abgekürzt PFAS, sind schwer abbaubare Chemikalien. Sie werden seit Jahrzehnten industriell genutzt, zum Beispiel in wasserabweisenden Regenjacken, teflonbeschichteten Bratpfannen oder Löschschaum. Diese Chemikalien gelangen in die Umwelt und können in der Nahrungskette sowie im Menschen nachgewiesen werden. Für den Menschen stellen sie ein mögliches gesundheitliches Risiko dar.
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