PFAS-betroffene Betriebe unterstützen
Seit Bekanntmachung der Überschreitung der Höchstwerte durch einige Landwirtschaftsbetriebe haben die Betroffenen im Jahr 2025 zusammen mit dem Landwirtschaftsamt erste Sanierungsmassnahmen umgesetzt.
Im Berichtsjahr 2025 stand die praktische Umsetzung von Reduktionsmassnahmen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Betrieben im Fokus. Die vom Kanton bereitgestellte Finanzierung erwies sich dabei als unverzichtbare Grundlage, um diese aufwendigen Versuche überhaupt erst zu ermöglichen. Erste Auswertungen zeigten jedoch ernüchternde Resultate: Die Massnahmen reichten in vielen Fällen nicht aus, um die Schadstoffwerte in den Endprodukten auf ein marktfähiges Niveau zu senken.
Als Reaktion darauf genehmigte die Regierung 2025 ein Forschungsprojekt, das ab 2026 weitere Ansätze – wie das Verstellen von Tieren – untersuchen wird. Da wissenschaftlich gestützte Ergebnisse erst in etwa vier Jahren zu erwarten sind, die Betriebe aber unter akutem Handlungsdruck stehen, wurde die Dringlichkeit alternativer Lösungen deutlich. Für hoch belastete Standorte, auf denen eine landwirtschaftliche Nutzung kaum mehr möglich erscheint, nahm eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe ihre Tätigkeit auf. Sie erarbeitete im Berichtsjahr erste Ansätze, wie diese Flächen künftig genutzt werden können, ohne das Landschaftsbild massiv zu verändern.
Vom Sonderkredit in der Höhe von 5 Millionen Franken wurden im Berichtsjahr 200'000 Franken an die Betriebe sowie für Forschungsprojekte ausgerichtet.
Was sind PFAS?
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, abgekürzt PFAS, sind schwer abbaubare Chemikalien. Sie werden seit Jahrzehnten industriell genutzt, zum Beispiel in wasserabweisenden Regenjacken, teflonbeschichteten Bratpfannen oder Löschschaum. Diese Chemikalien gelangen in die Umwelt und können in der Nahrungskette sowie im Menschen nachgewiesen werden. Für den Menschen stellen sie ein mögliches gesundheitliches Risiko dar.
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